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Aritikel

Kettensägen Art

Monday, August 31, 2020

Kettensägen Art

Winfried und Martin Breunig  aus Hemmersheim bei Würzburg, haben sich Anfang diesen Jahres eine LT10 zugelegt und schrieben uns ein paar Wochen später wie begeistert sie von der Säge sind und dass sie damit das Material für individuelle Sitzbänke herstellen, also  Balken und Bretter. Bisher noch nichts ungewöhnliches, so etwas machen viele unserer Kunden und die LT10 ist sozusagen dafür geschaffen. Die Fotos allerding, die an die Mail angehängt waren, erregten unsere Aufmerksamkeit, denn jede Bank hat Pfosten mit  liebevoll geschnitzten Elementen und Figuren. Es sind keine Ruhebänke, die sich unauffällig in einen Wald einpassen,  die für die Rast in Naturschutzgebieten aufgestellt werden, sondern wahre Kunstwerke, die an einem besonderen Platz am Haus „ausgestellt“ werden wollen.

Wie kommt man als Mensch mit bodenständigem Beruf zu so einem Hobby? Winfried ist in der Unimog Generalvertretung in Würzburg als Lagerleiter tätig, Martin ist Vollerwerbslandwirt , und baut Mais, Zuckerrüben und Getreide an, da würde sich so mancher schon ausgelastet fühlen.

Im November 2006 machten sie einen Adlersägelehrgang und betreiben die  Kettenschnitzerei seither sehr intensiv als Hobby,  vielleicht sollte man besser sagen sie haben eine Obzession im positiven Sinne. An jedem Feierabend wird von 19 bis 22 Uhr gesägt, je nach Wetterlage in der Halle oder auf dem Hof. Dabei entstehen Bänke, Stehlen, moderne Kunstwerke,  Fantasie- oder Tierskulpturen immer dem Motto : geht nicht – gibt’s bei uns nicht, folgend. Das größte und aufwendigste Objekt, das sie bisher geschnitzt haben ist ein Bär, der vom Bürgermeister der Stadt Mainbernheim in Auftrag gegeben wurde. In 60 Arbeitsstunden  verwandelten die beiden einen 3,20 m langen Eichenstamm mit 1,40m Durchmesser in das Wappentier der Stadt. Aber damit ist es noch nicht genug.

Sie bieten selbst ein- und  mehrtägige Kettensägen-Schnitzkurse an, machen vor Ort Baumstumpfveredelungen und nehmen  zwischen März und Oktober an so ziemlich allen einschlägigen Wettbewerben  und Meisterschaften dieser Branche teil. Weil man dort, wie auch bei anderen Veranstaltungen die sich rund um ein bestimmtes Thema drehen, immer wieder auf die gleichen Leute trifft, sind schon fast so etwas wie internationale Familienbande entstanden, die auch die Frauen der beiden mit einschließen.

Am letzten Aprilwochenende beispielsweise gab es einen Wettkampf mit 153 Künstlern aus 21 Ländern, bei dem Winfried und Martin den 2. Platz belegten. Das nächste Event ist die 10. Weltmeisterschaft im Kettensägenschnitzen, die vom 18. bis 20. Mai in      09619 Mulda ausgetragen wird und bei der sie als 2 der 12 besten Speedcarver (Schnellschitzer) Deutschlands an den Start gehen.

Zu unserem Sägertreffen werden sie erscheinen und ihre Kunst mitbringen. Wir haben uns eine Bank mit Hühnern gewünscht, die bis zum Fest größtenteils fertiggestellt sein soll. Eine ganztägige Arbeit mit zwei Kettensägen wäre wohl doch zu dominant und der Killer jeglicher Kommunikation, aber gerade darum geht es beim unserem Fest ja vorrangig! Trotzdem möchten wir natürlich wenigstens das Finishing mitkriegen und uns anschauen wie so filigrane Elemente wie Flügel mit einer groben Kettensäge entstehen können.  Außerdem interessiert uns natürlich  wie so eine Schnitzersäge aussieht, warum das Schnitzen so schnell geht und warum man es auch als künstlerischer Analphabet erlernen kann. Wer dann vom Fieber gepackt wird, kann sofort einen Kurs buchen und sich auch einmal an dieser Kunstform versuchen.

Um schon vorab mal einen Eindruck zu bekommen, können Interessierte die Brüder natürlich auch im Internet finden. Unter  http://www.chainsaw-art-wmb.de  gibt’s ne tolle Bildergalerie. Bestellungen, rechtzeitig aufgegeben, können dann sicher beim Sägertreffen abgeholt werden.

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Kirsten Longmuss
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